Immer nur draußen? Auch bei Wind und Wetter?
Waldkindergärten sind vor allem in Skandinavien schon lange weit verbreitet. Seid 1993 gibt es auch bei uns in Deutschland die ersten staatlich anerkannten Natur- und Waldkindergärten.
Waldkinder lernen und begreifen ihre Umwelt mit all ihren Sinnen. Kinder die regelmäßig die Natur besuchen dürfen, schauen sich die Blätter oder Tiere nicht nur im Buch an. Sie fühlen die Blätter zwischen ihren Fingern, sie spüren wie der Marienkäfer über ihre Haut krabbelt, sie riechen den Duft des Wassers im Bach, sie hören die Vögel zwitschern und üben sich beim balancieren über einem Baumstamm.
Kinder die täglich in der Natur sind, sind somit besonders Achtsam. Und das nicht nur in Verbindung mit der Natur und dem Umweltschutz, sondern auch mit sich selbst. Wir alle leben in einer Welt in der alles schneller wird, in dem wir von einem Termin zum nächsten jagen und viel zu viel in unseren Köpfen haben. Und was machen wir wenn alles zu viel wird?
Der eine geht Spazieren, der andere Joggen, der nächste setzt sich auf eine Bank und hört dem Bach oder Vogelgezwitscher zu, um sich wieder zu erden um sich achtsam zu sortieren. Genau diese Chance geben wir unseren Kindern, wenn wir ihnen ermöglichen tägliche Naturerfahrungen zu machen. Aber eben nicht erst, wenn es schon zu spät ist und sie bereits gestresst und überfordert sind. Die Natur wird als tägliche Ruheinsel erlebt und wirkt somit präventiv. Naturkinder lernen auf ihren Körper zu hören, achtsam mit unserer Natur zu sein, resilient mit Konflikten umzugehen, um diese im Erwachsenen Alter besser bewältigen zu können.
Das Klettern fördert täglich die motorischen Fähigkeiten und das Vertrauen in die eigenen Fertigkeiten. Generell gibt es in Waldkindergärten weniger „größere“ Unfälle, da die Kinder es gewöhnt sind sich selbst und ihre Fähigkeiten einzuschätzen.
Der Lärmpegel, die ständige Konfrontation mit diversen Reizen und unzählige Regeln im Alltag überfordert viele Kinder. Der Wald fördert ganz automatisch die emotionale Ausgeglichenheit und die Konzentrationsfähigkeit der Kinder, in dem er einfach da ist und wirkt.
Der Kreativität der Kinder werden keine Grenzen gesetzt. Wir basteln keine 25 Bienen und die Pädagogen schneiden diese auch nicht nochmal nach, damit sie schöner aussehen. Wir gestalten beispielsweise Naturbilder, die alle unterschiedlich aussehen. Genauso unterschiedlich, wie die Kinder es selbst sind. Die Kinder entscheiden ganz selbstständig was sie gestalten möchten und was für Materialien sie dafür verwenden wollen. So fördert der Wald die Kreativität und ein Stock kann ein Hexenbesen, Pferd oder Zauberstab sein.
Die Natur bietet vielfältige Möglichkeiten für den sozialen Kontext. Kinder die sich abgrenzen möchten, weil sie das gerade einfach brauchen, finden genügend Möglichkeiten sich selbstständig und selbstbestimmt zu beschäftigen. Und genauso gibt es unzählige Möglichkeiten gemeinsame Spiele zu erfinden, bei denen zusammen gearbeitet wird. Wie z.b. eine Abenteuertour mit Bachüberquerung oder das bauen eines Indianer Tipis aus Stöcken. Hier wird auf geheimnisvolle Weise nicht nur die Fantasie, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl, ein respektvoller und empathischer Umgang miteinander vermittelt, sowie die Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit.
Genauso wie in den Regelkindergärten legen wir großen Wert auf unser Vorschulprogramm, in dem genau wie in anderen Kitas mit Stift und Schere gearbeitet wird. Die Kinder lernen darüber hinaus eine Menge über Resilienz, ihre eigenen Gefühle und wie man ihnen umgeht und das es zwar eine Menge „gemeine“ Menschen auf dieser Welt gibt, aber das Verhalten der anderen absolut nichts mit ihnen selbst zu tun hat.
Da wir den ganzen Tag draußen unterwegs sind und nur bei starken Wetterbedingungen das beheizte Haus aufsuchen (oder bei z.b. Sturmwarnungen unseren Schutzraum in der Römerwelt), sind Natur- und Waldkinder deutlich weniger krank und haben ein stärkeres Immunsystem als Kinder aus Regelkindergärten.
Wissenschaftlich Studien zeigen das Kinder aus Natur- und Waldkindergärten oft ausdauernder , konzentrierter und sozial kompetenter sind, als Kinder die einen Regelkindergarten besucht haben.
Und wenn euch das überzeugt hat, vereinbart doch gerne einen unverbindlichen Schnuppertermin in unserem Naturkindergarten und überzeugt euch selbst von der Magie der Natur.
Und falls ihr noch nicht ganz überzeugt seid, lest gerne noch unsere ausführliche Konzeption auf unserer Internetseite: www.kigazweckverband.de/casa-natura oder sucht das Gespräch mit einem unserer Pädagogischen Mitarbeiter. Wir freuen uns auf einen intensiven Austausch, tolle Gespräche und ein lebendiges Miteinander.
Das Casa Natura Team
Franzi, Jan, Sven, Janine & Lara-Mae
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